Das Verhalten von Hunden, sich am After zu lecken

Das Verhalten von Hunden, sich am After zu lecken, kann für viele Hundebesitzer besorgniserregend sein. Grundsätzlich zeigt dieses Verhalten, dass am Analbereich des Hundes etwas Unangenehmes vorliegt. Oftmals sind die Analbeutel des Hundes dafür verantwortlich. Diese kleinen Drüsen können voll oder entzündet sein, was zu einem unangenehmen Druckgefühl führt. Aber nicht nur die Analdrüsen können Ursache für das Lecken sein; auch Entzündungen im Harn- oder Geschlechtstrakt oder das Vorhandensein von Parasiten, wie Magen-Darm-Würmern oder Flöhen, können der Grund sein. Es ist daher wichtig, bei solchen Symptomen schnell zu handeln.

Symptome verstopfter Analdrüsen erkennen

Die Symptome einer verstopften Analdrüse sind oft deutlich und charakteristisch. Ein typisches Anzeichen ist das sogenannte „Schlittenfahren“, bei dem der Hund seinen Po über den Boden reibt. Oft wirkt der Hund zusätzlich teilnahmslos und abgeschlagen, was auf Schmerzen hinweisen kann. Erwärmte Körpertemperaturen über 39,5 Grad Celsius können ebenfalls ein Indikator für eine Entzündung sein. Hunde mit verstopften Analdrüsen zeigen in der Regel auch Anzeichen von Unruhe oder Angst, da die Beschwerden sie stark belasten können. Hier ist es entscheidend, die Symptome frühzeitig zu erkennen, um ernsthafte Probleme zu vermeiden.

Typische Symptome:

  • Schlittenfahren
  • Teilnahmslosigkeit
  • Hohe Körpertemperatur (über 39,5 Grad Celsius)
  • Unruhe oder Angst

Maßnahmen des Tierarztes gegen das Lecken

Wenn das Lecken am Hintern zur Gewohnheit wird, ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich. Der Tierarzt wird zunächst die Analdrüsen auf Entzündungen oder Verstopfungen überprüfen. In vielen Fällen gelangen Bakterien in die Analdrüsen und verursachen Unannehmlichkeiten. Wird eine Infektion festgestellt, kann der Tierarzt die Drüsen ausdrücken und die nötigen Medikamente zur Behandlung einer möglichen Infektion verschreiben. Es ist wichtig, dieses Problem nicht zu ignorieren, da unbehandelte verstopfte Analdrüsen platzen können und möglicherweise eine Operation erforderlich wird.

Wann ist eine Reinigung der Analdrüsen notwendig?

Die Frage, wie oft die Analdrüsen eines Hundes ausgedrückt werden sollten, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Einige Rassen benötigen diese Reinigung alle ein bis zwei Wochen, während andere Hunde dies selten benötigen. Es empfiehlt sich, das Ausdrücken von einem Fachmann, wie einem Tierarzt oder einem Hundesalon, zeigen zu lassen. Dies sorgt nicht nur für die Gesundheit des Hundes, sondern gibt auch den Besitzern Sicherheit im Umgang mit den Analdrüsen ihres Vierbeiners. Ein regelmäßiges Monitoring kann dazu beitragen, Unannehmlichkeiten für den Hund zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhöhen.

Reinigungsbedarf nach Rasse:

Rasse Reinigungshäufigkeit
Rassen, die oft gereinigt werden müssen Alle 1-2 Wochen
Rassen, die selten gereinigt werden müssen Selten nötig