Lakritz und seine Beliebtheit

Lakritz erfreut sich großer Beliebtheit und wird von vielen Menschen in verschiedenen Formen genossen. Doch wie viel davon ist tatsächlich unbedenklich? Die Antwort auf diese Frage hängt von der Menge an Glycyrrhizin ab, die in Lakritz enthalten ist.

Empfehlungen zur Glycyrrhizinzufuhr

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, bei regelmäßigem Konsum von Lakritz die Glycyrrhizinzufuhr auf maximal 100 mg pro Tag zu begrenzen. Diese Menge entspricht etwa 50 g Lakritz. Es ist wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten und Lakritz in Maßen zu genießen, um mögliche negative Auswirkungen zu vermeiden.

Empfehlung Maximale Glycyrrhizinzufuhr Entspricht etwa
Täglicher Konsum 100 mg 50 g Lakritz

Negative Auswirkungen von Lakritz

Obwohl gelegentlicher Konsum von Lakritz unproblematisch sein kann, wird der übermäßige Verzehr zu einer gesundheitlichen Gefahrenquelle. Besonders salziges Lakritz, das hohe Mengen an Salmiak enthält, kann den Säure-Basen-Haushalt im Körper durcheinanderbringen. Zu den typischen Symptomen eines übermäßigen Salmiak-Konsums zählen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Neurologische Störungen

Es ist ratsam, die eigene Snackauswahl sorgsam zu gestalten und auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Was passiert bei einer Lakritzvergiftung?

Ein äußerst bekannter Effekt von übermäßigem Lakritzgenuss ist das Risiko einer Lakritzvergiftung. Diese entstehen durch die Hemmung des Enzyms, was zu Aldosteron-ähnlichen Wirkungen führt, die als Pseudohyperaldosteronismus bezeichnet werden. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Flüssigkeitsretention
  • Hypokaliämie
  • Herzrhythmusstörungen

Wer viel Lakritz konsumiert, sollte dies besonders im Auge behalten, um ernsthafte gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Mythen über Lakritz

Ein verbreiteter Mythos, den viele Menschen immer wieder hören, ist, dass Lakritz aus Pferdeblut gefertigt wird. Diese Vorstellung stammt aus alten Zeiten, als Lakritz im norddeutschen Raum umgangssprachlich als „Pferdeblut“ bezeichnet wurde. In anderen Regionen, insbesondere im Süden Deutschlands, wird Lakritz oft als „Bärendreck“ bezeichnet. Tatsächlich ist Lakritz jedoch völlig frei von tierischen Produkten und wird aus der Wurzel der Süßholzwurzel gewonnen.

Lakritz und seine Wirkung auf den Körper

Ein weiteres häufiges Thema, das sich um Lakritz rankt, ist seine mögliche abführende Wirkung. Alte Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass Lakritz tatsächlich eine solche Wirkung haben kann. Dennoch gibt es bislang keine systematische Bewertung der Wirksamkeit von Lakritz bei Verstopfung, und der therapeutische Mechanismus ist noch wenig erforscht. Wer auf Lakritz zur Linderung von Verdauungsproblemen setzt, sollte dies mit Bedacht tun und sich baldige medizinische Hilfe holen, falls es zu anhaltenden Beschwerden kommt.